Unsere Seminare für Betreuungskräfte unterstützen Sie dabei, Ihre jährliche Pflichtfortbildung (16 UE) gemäß der Richtlinien nach § 53b SGB XI in stationären Pflegeeinrichtungen (Betreuungskräfte-RL), zuletzt geändert durch Beschluss vom 21.10.2022, zu erfüllen. Mehrere Termine stehen laufend zur Auswahl – in Präsenz in Hamburg oder als Web-Seminar – zu wechselnden Themen wie Bewegungsförderung, Gerontopsychiatrie, Kommunikation und Biografiearbeit. Die Teilnahme steht allen offen, auch ohne abgeschlossene Basisqualifikation.
Sie sind noch keine Betreuungskraft, möchten es aber werden? Die passende Erstqualifizierung finden Sie auf unserer Seite Alltagsbegleiter*in / Betreuungskraft.
Die Bedeutung von Seminaren für Betreuungskräfte
Betreuungskräfte übernehmen in der stationären und ambulanten Pflege die zusätzliche Betreuung, Aktivierung und Alltagsbegleitung pflegebedürftiger Menschen – als Ergänzung zur pflegerischen Versorgung durch Fachkräfte. Grundlage ihrer Tätigkeit sind die Betreuungskräfte-Richtlinien des GKV-Spitzenverbands nach § 53b SGB XI für stationäre Pflegeeinrichtungen.
Seminare für Betreuungskräfte sind die regelmäßigen Fortbildungen, die jährlich im Umfang von 16 Unterrichtseinheiten (UE) verpflichtend nachgewiesen werden müssen - zu unterscheiden von der Erstqualifizierung, mit der man überhaupt erst zur Betreuungskraft wird. Die einzelnen Seminare bei Lembke Seminare und Beratungen sind dabei unterschiedlich lang (4, 8 oder 16 UE) und lassen sich flexibel zur vollen Jahres-Pflichtfortbildung kombinieren. Sie vertiefen Kenntnisse etwa zu Demenz, Kommunikation, rechtlichen Rahmenbedingungen oder Aktivierungsangeboten und sichern so die Qualität der Betreuungsarbeit.
Warum sind Seminare für Betreuungskräfte wichtig?
- Gesetzliche Pflicht: Nach den Betreuungskräfte-Richtlinien ist der jährliche Nachweis einer Fortbildung Voraussetzung, um weiterhin als Betreuungskraft nach § 53b SGB XI tätig sein zu dürfen.
- Qualität der Betreuung: Regelmäßige Fortbildung hält das Wissen zu Themen wie Demenz, Kommunikation und Krisensituationen aktuell und wirkt sich direkt auf die Lebensqualität der Betreuten aus.
- Rechtssicherheit für Arbeitgeber: Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste müssen die Fortbildungsnachweise ihrer Betreuungskräfte gegenüber den Kostenträgern belegen können.
- Berufliche Weiterentwicklung: Aufbauseminare (z. B. zu Gerontopsychiatrie oder Aktivierung) eröffnen Betreuungskräften zusätzliche fachliche Schwerpunkte.
Berufsbild der Betreuungskraft
Aufgaben und Verantwortlichkeiten
Betreuungskräfte übernehmen keine originär pflegerischen oder behandlungspflegerischen Tätigkeiten, sondern konzentrieren sich auf die soziale Betreuung und Aktivierung, zum Beispiel:
- Gestaltung des Alltags und der Freizeit (Gesellschaftsspiele, Vorlesen, Spaziergänge)
- Biografiearbeit und Gespräche zur emotionalen Zuwendung
- Unterstützung bei der Orientierung, insbesondere für Menschen mit Demenz
- Begleitung zu Mahlzeiten und niedrigschwellige Unterstützung im Tagesablauf
- Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Pflegeteam
Arbeitsumfeld und typische Arbeitsplätze
Betreuungskräfte sind vor allem in folgenden Bereichen tätig:
- Stationäre Pflegeeinrichtungen (Alten- und Pflegeheime)
- Ambulante Pflegedienste
- Tagespflegeeinrichtungen
- Einrichtungen der Eingliederungshilfe (je nach Qualifikation)
Voraussetzungen für die Seminare für Betreuungskräfte
Die gute Nachricht: Für die Teilnahme an den Seminaren gibt es keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Es findet keine Prüfung von Vorqualifikationen statt – angemeldet werden kann sich unabhängig davon, ob bereits eine Basisqualifikation als Betreuungskraft vorliegt.
Die Seminare eignen sich damit für:
- Betreuungskräfte, die bereits nach § 53b SGB XI qualifiziert sind und ihre jährliche Pflichtfortbildung (16 UE) nachweisen möchten
- Betreuungskräfte ohne abgeschlossene Basisqualifikation, die dennoch an den Seminaren teilnehmen dürfen und möchten
- alle weiteren Interessierten, die sich zu den Themen der sozialen Betreuung fortbilden möchten
Inhalte der Seminare für Betreuungskräfte
Die Seminare decken ein breites Themenspektrum der sozialen Betreuung ab und wechseln im Jahresverlauf – abgeschlossene Termine werden von der Seite genommen, neue Themen kommen laufend hinzu. Statt einzelner Seminartitel daher die inhaltlichen Schwerpunkte, die typischerweise vertreten sind:
- Bewegung und körperorientierte Aktivierung – z. B. Kinaesthetics, Qigong oder körperorientierte Entspannungsverfahren
- Gerontopsychiatrie und emotionale Begleitung – z. B. Umgang mit Demenz, Seelsorge, Gefühle wie Scham und Schuld im Pflegekontext
- Kommunikation und Konflikte im Betreuungsalltag – z. B. Selbstmotivation, Reflexion, Konfliktmanagement
- Biografie- und Zeitgeschichtsarbeit – z. B. soziokulturelle Hintergründe und Lebenswelten der Klient:innen
Die aktuellen Termine, Formate (Präsenz/Web-Seminar) und den jeweiligen UE-Umfang (4, 8 oder 16 UE) finden Sie in der Terminübersicht auf dieser Seite.
Format und Ablauf der Seminare
Die Seminare für Betreuungskräfte werden in zwei Formaten angeboten:
- Präsenzseminare in Hamburg (Christoph-Probst-Weg 2, 20251 Hamburg), meist 1-2 Tage, ganztägig (z. B. 08:30 - 15:30 Uhr).
- Web-Seminare (virtuell), in der Regel 1 Tag, häufig am späten Nachmittag/Abend (z. B. 16:00 - 19:15 Uhr) – geeignet für die Teilnahme neben dem Dienst.
Beide Formate zählen gleichermaßen zur jährlichen Pflichtfortbildung. Die Anmeldung erfolgt direkt über die Terminübersicht auf dieser Seite; Termine mit freien Plätzen sind entsprechend gekennzeichnet.
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